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TU Berlin

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Forschungscampus Mobility2Grid – Energiewende und Verkehr zusammen denken!

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Mit dem Forschungscampus Mobility2Grid wurde eine breit angelegte öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen zur Realisierung von Energiewende und Elektromobilität in vernetzten urbanen Arealen geschaffen. Insgesamt 36 Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft sind eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“ eingegangen und bringen erhebliche Eigenbeiträge ein, die in Summe ca. 30 Mio. € betragen. 18 Partner beantragen eine Zuwendung mit einer Fördersumme von insgesamt 2 Mio. € per anno.

Kerngedanke des Forschungscampus ist die Integration von gewerblichen und privaten elektrischen Straßenfahrzeugen in dezentrale Energienetze. Die städtische Quartiersentwicklung muss hierbei einen Beitrag zur Realisierung der Energie- und Verkehrswende liefern. Das Ziel ist mit Hilfe neuer technischer Optionen und unter Beteiligung der Zivilgesellschaft die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis der Erneuerbaren Energien zu realisieren.

Der Berliner EUREF-Campus dient dabei als Erprobungs- und Referenzquartier, um die Eckwerte einer dezentralen Versorgungswirtschaft für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu beschreiben. In sechs Themenfeldern werden sowohl neue Technologiefelder und innovative Geschäftsmodelle eröffnet als auch Akzeptanzforschung und Nachwuchsförderung betrieben. Ein Querschnittsfeld widmet sich dem Betrieb sowie der Verwertung der Ergebnisse in einer gemeinsam getragenen Unternehmung.

Die im Forschungscampus Mobility2Grid zusammengeschlossenen Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen werden dabei auch langfristig – über die hier beantragte Hauptphase hinaus – gemeinsam an den zentralen Fragen der Energiewende und an innovativen Mobilitätslösungen forschen und arbeiten. Diese inhaltlichen Schwerpunkte des Forschungscampus Mobility2Grid finden sich in sieben Themenfelder wieder, welche über themenspezifische Schnittstellen miteinander verzahnt sind.

Projektinhalte und Ziele

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Die Energiewende gestaltet sich als eine überaus komplexe gesellschaftliche Herausforderung. Der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) an der Stromerzeugung soll laut Energiekonzept der Bundesregierung bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2050 ist sogar geplant, die Versorgung mit Strom, Wärme sowie den Verkehr nahezu vollständig auf Basis erneuerbarer Energiequellen zu realisieren. Trotz der erheblichen Anstrengungen in Politik, Industrie und Gesellschaft ist die Umsetzung nur langfristig möglich, weil damit wesentliche Bestandteile des bisherigen Versorgungsprinzips außer Kraft gesetzt werden, die notwendigen Geschäftsmodelle nicht tragfähig und viele technische Probleme noch nicht gelöst sind.

Bus- und Wirtschaftsverkehr

Der Bus- und Wirtschaftsverkehr mit seinen besonderen Rahmenbedingungen für die Elektrifizierung und Integration elektrifizierter Fahrzeuge in lokale Smart Grids wird in einem eigenen Arbeitspaket betrachtet. Die relativ kurzen, planbaren Fahrstrecken machen gerade den urbanen Wirtschaftsverkehr zu einem prädestinierten Anwendungsfall für batterieelektrische Antriebe. Aufgrund der hier gegebenen günstigen Voraussetzungen sowie politischer Vorgaben besteht sowohl bei den Betreibern des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als auch bei den städtischen Ver- und Entsorgungsunternehmen ein großes Interesse an neuen Konzepten zur wirtschaftlichen Einführung von emissionsfreien Fahrzeugen und der Nutzung erneuerbarer Energien. 

Seitens der Flottenbetreiber und Fahrzeughersteller wird daher ein erheblicher Bedarf zur Bereitstellung von kompetenten und wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Elektrofahrzeugen, im Betrieb und als Energiespeicher, über intelligente Netze bis hin zu der Energiebereitstellung artikuliert.

Teilprojekt Stadtlogistik

Aktuelle Trends und Entwicklungen bleiben nicht ohne Einfluss auf die Logistik. Neben kundenseitigen Anforderungen gibt es ökologische und verkehrliche Entwicklungen, die von der urbanen Logistik smarte Lösungsansätze fordern. Hinzu kommen staatliche Initiativen und Zielvorgaben, die es ebenfalls zu berücksichtigen gilt.

Ein Micro City Hub bezeichnet eine vergleichsweise kleine, innerstädtische Logistikfläche, auf der Logistikaktivitäten (z.B. Zwischenlagern, Umschlag, Kommissionierung) durchgeführt werden können. Er befindet sich in räumlicher Nähe zu den Arealen, welche er versorgt. Aus logistischer und verkehrlicher Perspektive kann die Implementierung von Micro City Hubs in bestehende Logistiknetzwerke sowohl ökologische, soziale als auch ökonomische Potenziale realisieren. Diese werden im Rahmen des Teilprojektes Stadtlogistik untersucht. 

Projektergebnisse

Inbetriebnahme des Micro City Hubs durch DACHSER und VeloCarrier

Im September 2019 startet der Pilotbetrieb des Micro City Hubs in Berlin-Kreuzberg. Der Micro City Hub ist Bestanteil des Stückgutnetzwerks von DACHSER und wird die urbane Zustellung in der Berliner Innenstadt unterstützen.

Die Belieferung aus der Niederlassung DACHSER Berlin Schönefeld erfolgt täglich mit dem vollelektrischen Leicht-LKW FUSO eCanter. In dem Hub werden die Sendungen auf elektrische Lastenfahrräder umgeschlagen und in einem Umkreis von 3-5km zugestellt. Für die Sendungen, die über das Micro City Hub laufen, kann somit die "Letzte Meile" ab der Niederlassung emissionsneutral realisiert werden. 

Um die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit zu analysieren, ist für die kommenden Monate eine stetige Erhöhung des Sendungsvolumens und der Auslastung des MCH geplant. 

 

Bevorstehende Termine:

  • Veröffentlichung der Projektergebnisse als Sammelwerk (Q4/2020)
  • Abschlussbericht (Q2/2021)

Projektorganisation

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Projektförderer: 

Verbundpartner:

Assoziierte Partner Stadtlogistik:

Projektlaufzeit:

01.01.2016–31.12.2020

Weitere Informationen:

 

 

 

Zusatzinformationen / Extras

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Ansprechpartnerin

Stephanie Ihlenburg, M.Sc.
+49 (0)30 314-21 888
Hauptgebäude, 9. Stock
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