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TU Berlin

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SMECS – Smart Event Forecast for Seaports

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Realisierung von akteursübergreifenden Prognose- und Risikomanagementmodellen für ein echtzeitfähiges Zuverlässigkeitsmanagement

 

Motivation

Durch die steigende Dynamik und Komplexität auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten nimmt die Störanfälligkeit in maritimen Transportnetzwerken zu. Daraus resultieren längere Reaktionszeiten auf Störereignisse, während gleichzeitig die Anforderungen an Lieferservice und Lieferzeit stetig steigen. Intelligente Überwachungs- und Steuerungssysteme, mit denen bereits vor dem Auftreten von Störungen eine automatische Identifizierung möglich ist und im Sinne eines Prescriptive-Analytics-Ansatzes proaktiv Maßnahmen für die beteiligten Akteure aufgezeigt werden, stellen Werkzeuge dar, mit denen diesen Herausforderungen effizient begegnet werden kann.

 

Ziel des Projektes

Das Forschungsvorhaben SMCES (Smart Event Forecast for Seaports) leistet einen Beitrag zur Realisierung agiler Transportnetzwerke, indem ein Modell entwickelt wird, welches eine proaktive Erkennung von akteursübergreifenden Störungen und damit ein zielgerichtetes Risikomanagement ermöglicht. Der Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen zu Prozessereignissen mit Auswirkungen auf die ETA (Estimated Time of Arrival) der eingesetzten Verkehrsmittel innerhalb multimodaler und internationaler Containertransporte für den Export im Hafen und Hafenhinterland.

Ziel des Vorhabens ist es, durch Integration aller beteiligten Akteure Verspätungen und Terminalüberlastungen besser prognostizieren zu können und im Störfall geeignete Handlungsalternativen zur Transportsteuerung zur Verfügung zu stellen, um somit für das Gesamtsystem die Effizienz und Robustheit von Planungen und Leistungserstellung zu steigern.

 

Lösungsansatz

Ausgehend von einer Systemanalyse der maritimen Transportkette werden Prozessereignisse mit Störungscharakter sowie deren Ursachen und Folgen ermittelt und in ein Wirkkettenmodell überführt. Hierbei werden sowohl betriebsbedingte als auch externe Einflussfaktoren wie Wetter und Verkehr berücksichtigt.

Durch Identifizierung relevanter Prädiktoren in den entsprechenden Datenquellen und unter Anwendung geeigneter Verfahren wird ein Prognosemodell zur echtzeitfähigen ETA-Berechnung im Exportverkehr entwickelt. Der Fokus liegt zunächst auf Zugtransporten und wird anschließend um weitere Güterverkehrsträger ergänzt. Durch die Aggregation der ermittelten Informationen werden zudem Volumenströme prognostiziert, so dass Aussagen zu Terminalauslastungen sowie langfristigen Entwicklungen möglich sind.

Durch die anschließende Verknüpfung der potenziellen Störungen mit identifizierten Maßnahmen zur Störungsvermeidung bzw. zur Reduzierung der Folgewirkungen wird ein Risikomanagementsystem entwickelt, welches in Abhängigkeit der Prozessereignisse akteursspezifische Handlungsalternativen aufgezeigt.  

Projektförderer und Partner

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Projektförderer: 

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Initiative Innovative Hafentechnologien (IHATEC) 

 

Projektträger: 

TÜV Rheinland Consulting GmbH

 

Verbundpartner: 

  • Technische Universität Berlin (TU Berlin), Fachgebiet Logistik (Konsortialführer)
  • Kühne Logistics University – Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung (KLU)
  • DB Cargo AG

 

Assozierte Partner: 

  • boxXpress.de GmbH
  • Dakosy Datenkommunikationssystem AG
  • DB Netz AG 
  • Hamburg Süd - Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft (HSDG)
  • Kühne + Nagel (AG & Co.) KG
  • Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
  • Metrans a.s.
  • TFG Transfracht Internat. Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mb
  • Verein Hamburger Spediteure e.V. 
  • et al. 

 

Projektlaufzeit: 

01.09.2017 bis 29.02.2020

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Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Manuel Weinke
030/314-26749
Hauptgebäude
Raum H9181